Mitgliedschaft

 

Charta für die Förderung eines Europäisch-arabischen Dialogs für Zusammenarbeit und Sicherheit

In der Überzeugung, dass das Entstehen eines gemeinsamen Raums des Friedens und der Stabilität die unabdingbare Voraussetzung und einzige Möglichkeit für eine harmonische Entwicklung der Völker und der Individuen in der gesamten europäisch-arabischen Region darstellt, verpflichten sich die Unterzeichner, sich für die fünf nachfolgend aufgeführten Grundsätze einzusetzen, die die Charta für die Förderung des Europäisch-arabischen Dialogs für Zusammenarbeit und Sicherheit bilden.

Grundsatz 1

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit ist die einzige politische Option.

Zusammenarbeit und Sicherheit sind weit mehr als bloße Schlagwörter. Diese beiden Zielsetzungen erweisen sich als die einzige Alternative zu den Spannungen und Konflikten, die den Mittelmeer- und den europäisch-arabischen Raum seit einem Jahrtausend prägen. Sie sind die einzige politische und soziale Option, an der sich unsere individuellen und kollektiven Entscheidungen ausrichten müssen, und sie fordern uns auf, uns von den vorherrschenden antagonistischen  Denkmustern freizumachen, um dem innersten Bedürfnis des Menschen nach Frieden und Glück zu entsprechen. Vor diesem Hintergrund stellt der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit den einzigen Weg dar, auf dem ein neuer europäisch-arabischer Raum des Friedens und des Wohlstands verwirklicht werden kann.

Grundsatz 2

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit legt die Grundlagen für eine neue Perspektive der europäisch-arabischen Beziehungen.

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit beruht auf dem Willen, in eine neue Phase der europäisch-arabischen Beziehungen einzutreten, die sich am kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe orientieren, aus dem die universellen Werte der unverletzlichen und unveräußerlichen Rechte des Menschen sowie Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit entstanden sind. Der Dialog wird nur dann zum Erfolg führen, wenn er die Hoffnungen und Erwartungen der Zivilgesellschaft umfassend berücksichtigt.

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit ist die Grundlage einer neuen Architektur zur Schaffung eines europäisch-arabischen Raums des Friedens und des Wohlstands, der die Solidarität zwischen den Völkern der gesamten europäisch-arabischen Region unter Achtung ihrer Geschichte, ihrer Kultur und ihrer Tradition vertiefen soll.

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit entspricht dem Willen zur Entwicklung eines neuen institutionellen Rahmens mit dem Ziel, den demokratischen Charakter der Institutionen und ihre Effektivität zu stärken, um den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der Völker in der gesamten Region auf der Grundlage der Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung und des Umweltschutzes zu fördern.

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit will die Freizügigkeit von Personen und den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch unter Wahrung der Sicherheit der Völker in der gesamten Region fördern und muss dazu beitragen, einen Raum der Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit zu errichten, wie in der Charta der Vereinten Nationen und in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgelegt.

Grundsatz 3

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit basiert auf der Anerkennung der Grundrechte.

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit baut auf den vorangegangenen Bemühungen um Förderung eines europäisch-arabischen Raums des Friedens und des Wohlstands auf:

  • Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten, die in der Charta der Vereinten Nationen und in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben sind
  • Achtung der Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und der Demokratie unter Anerkennung des Rechts jedes Partners, sein politisches, soziokulturelles, wirtschaftliches und rechtliches System frei zu wählen und zu entwickeln
  • Achtung der Souveränität des Staats, der Gleichberechtigung und des Selbstbestimmungsrechts der Völker
  • Achtung der territorialen Integrität, der Grundsätze der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten und der friedlichen Beilegung von Konflikten
  • Kampf gegen Terrorismus, organisierte Kriminalität, Menschen- und Drogenhandel
  • Förderung der regionalen Sicherheit, Beseitigung von Massenvernichtungswaffen, Beitritt zu regionalen und internationalen Nichtverbreitungsregelungen und zu Übereinkünften zur Rüstungskontrolle und zur Abrüstung.

Grundsatz 4

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit setzt sich für eine höhere Lebensqualität der gesamten Bevölkerung und der europäischen und arabischen Bürger ein.

Lebensqualität ist nicht nur ein soziales Postulat. Sie ist an dem Punkt angesiedelt, an dem Individuum und Kollektiv, biologische und soziale Aspekte, Körper und Geist, Natur und Kultur aufeinandertreffen. Sie ist die Grundlage jedes Sozialpakts und der europäisch-arabischen Zusammenarbeit in Politik und Wirtschaft. Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit unterstreicht die Bedeutung der sozialen Bindung, des Bedürfnisses nach Freiheit und die Forderung nach Gerechtigkeit. Er macht es möglich, die Beziehungen zwischen Bürger und Staat zu überdenken, das kreative Potential der Zivilgesellschaft zu erkennen und die spontanen, dezentralen Initiativen der Einzelnen zu würdigen. Er stellt die Verbesserung von Lebensqualität und Umwelt in den Mittelpunkt der politischen und wirtschaftlichen Diskussion.

Grundsatz 5

Der Europäisch-arabische Dialog zielt zugleich auf die Entwicklung einer nachhaltigen sozio-ökonomischen Partnerschaft und auf eine Partnerschaft auf sozialer, kultureller und zwischenmenschlicher Ebene ab.

Der Europäisch-arabische Dialog für Zusammenarbeit und Sicherheit führt parallel und vorbehaltlos Diskussionen über alle Themen, die zur Schaffung eines europäisch-arabischen Raums des Friedens und des gemeinsamen Wohlstands beitragen und die zum Ziel haben,

  • eine Freihandelszone zu errichten unter Berücksichtigung aller Bedingungen, die die Schaffung einer solchen Zone erleichtern,
  • die wirtschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen zu erleichtern,
  • ein nachhaltiges Management von Umwelt, Energie und Rohstoffen zu fördern,
  • die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern,
  • alle Formen der Zusammenarbeit, insbesondere eine dezentralisierte Zusammenarbeit zu fördern,
  • die Rolle der Frauen in der Wirtschaft zu fördern,
  • die Armutsquoten zu senken, insbesondere die Armut von Kindern,
  • die Landwirtschaft, insbesondere die ökologische Landwirtschaft zu modernisieren,
  • die Humanressourcen zu entwickeln, das Verständnis zwischen den Kulturen und den Austausch zwischen den Akteuren der Zivilgesellschaft zu fördern und dabei das Schwergewicht zu legen auf:
    • die Bedeutung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs,
    • die Bedeutung der Rolle der Medien und der freien Meinungsäußerung,
    • den kulturellen Austausch, den Fremdsprachenerwerb, die Umsetzung von Bildungs- und Kulturprogrammen unter Wahrung der jeweiligen kulturellen Identität,
    • die Notwendigkeit, allen Kindern die gleiche Chance auf Bildung und Ausbildung zu geben,
    • die Bedeutung von Gesundheit und sozialer Entwicklung sowie der Achtung der Grundrechte,
    • die Achtung der Rechte von Auswanderern,
    • die Achtung der Arbeitnehmerrechte sowie der entsprechenden ILO-Übereinkommen,
    • den Abbau von Ungleichheiten,
    • den Zugang zu neuen Informations- und Kommunikationstechnologien,
    • die Beteiligung der Zivilgesellschaft an der sozioökonomischen und kulturellen Debatte,
    • die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den regionalen und lokalen Behörden und die Vorteile der Dezentralisierung,
    • den Kampf gegen Terrorismus, Menschen- und Drogenhandel, internationale Kriminalität und Korruption.

Einzelpersonen oder Organisationen bzw. Körperschaften, die im gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich tätig sind und zu diesem Dialog beitragen und der Europäisch-arabischen Gemeinschaft für Zusammenarbeit und Sicherheit (EAGZS) beitreten möchten, können sich hier anmelden:

Einzelpersonen

  

Verbände

  

Institutionen

  

Unternehmen

  

Die Mitglieder der Europäisch-arabischen Gemeinschaft für Zusammenarbeit und Sicherheit (EAGZS) werden über sämtliche Entwicklungen des Europäisch-arabischen Dialogs für Zusammenarbeit und Sicherheit direkt informiert und in alle Veranstaltungen eingebunden, die in diesem Zusammenhang organisiert werden. Ihr Name (und Logo) wird bei allen Veranstaltungen und allen Ereignissen, die den Dialog begleiten, aufgeführt. Ferner werden die Mitglieder eingeladen, im Zuge der Erarbeitung des Weißbuchs Stellung zu nehmen. Ihre Namen werden als Mitwirkende am Weißbuch aufgeführt.

Jahresmitgliedsbeitrag:

Einzelpersonen:
  • 30 Euro für Einzelmitglieder (20 Euro für Studenten und Rentner)
Verbände:
  • 50 Euro für Verbände mit weniger als 50 Beschäftigten
  • 100 Euro (Mindestbetrag) für Verbände mit mehr als 50 Beschäftigten
Lokale und regionale Gebietskörperschaften:
  • 100 Euro für lokale Körperschaften mit weniger als 1.000 Einwohnern
  • 1.000 Euro für lokale Körperschaften zwischen 1.000 und 50.000 Einwohnern
  • 5.000 Euro für lokale Körperschaften zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern
  • 10.000 Euro (Mindestbeitrag) für lokale Körperschaften mit mehr als 100.000 Einwohnern
Privatsektor:
  • 500 Euro für kleine Unternehmen (weniger als 20 Beschäftigte)
  • 1.000 Euro (und mehr) für mittlere Unternehmen (zwischen 20 und 100 Beschäftigte)
  • 10.000 Euro (und mehr) für große Unternehmen (mehr als 100 Beschäftigte)
  • 50.000 Euro (und mehr) für multinationale Unternehmen

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